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Schöne
Vinschger Kirschen

Nach zwei Jahren mit großen Ausfällen zeichnet sich wieder eine gute Ernte ab

Anfang Juli hat im Vinschgau die Kirschenernte begonnen.
Nach zwei Jahren mit großen frostbedingten Ernteausfällen zeichnet sich heuer wieder eine sehr gute Kirschenernte ab.
 
19.07.2018

Sehr gute Kirschen-Ernte

"Heuer rechnen wir mit einer sehr guten Ernte", sagt Reinhard Ladurner, Geschäftsführer der Produktionsgenossenschaft Alpe in Laas und Geschäftsfeldleiter für Gemüse und Kirschen in der Erzeugerorganisation VI.P. Derzeit läuft die Haupternte der Kirschen, die im Vinschgau auf einer Fläche von etwa 35 Hektar vor allem im Martelltal und im Gebiet zwischen Laas und Mals zwischen 800 und 1300 Höhenmetern wachsen.

Etwa 85 Prozent der Anlagen sind mit Netzen gegen die Kirschessigfliege eingehaust und mit Nylonfolien gegen Regen und Hagel geschützt. Der Kirschenanbau ist eine Nebenerwerbsquelle.

So auch für Meggi Prugger aus Tschengls. Die junge Bäuerin ist mit der Ernte sehr zufrieden: "Qualität und Größe passen". Anders als Apfelbäume brauchen Kirschbäume etwa sechs Jahre bis sie in den Hauptertrag gehen. "Dafür bleiben sie uns für eine Zeit von 20 bis 25 Jahre erhalten, in der sie einen guten Ertrag abwerfen", sagt Meggi Prugger.
400 bis 500 Tonnen Kirschen

Konnten im Vorjahr wegen starker Frühjahrsfröste und der Kirschessigfliege nur etwa 220 Tonnen Kirschen geerntet werden, wird heuer mit einer Menge zwischen 400 und 500 Tonnen gerechnet. Sortiert und verkaufsfertig gemacht werden die Kirschen im Verarbeitungszentrum in der Alpe in Laas. Dort steht seit 2016 eine eigene Kirschen-Sortieranlage, mit der die Verarbeitung automatisiert und optimiert werden konnte. "Durch die selektive Sortierung nach Qualität, Größe, Farbe und innerer Qualität können wir gezielter auf die Kundenanforderungen eingehen und die Wertschöpfung steigern" sagt Reinhard Ladurner.

Wenn die Bauern die Kirschen anliefern, beginnt für die roten Früchte gleich die Reise durch die Sortieranlage. "Täglich werden rund 20 bis 25 Tonnen Kirschen sortiert und spätestens am Tag darauf vermarktet", erklärt Kirschenverarbeitungsleiter Volker Astfäller. Etwa 30 Saisons- und teils auch Fixarbeiter arbeiten derzeit in der Kirschenverarbeitung.

Jede Kirsche wird analysiert

In einem Kühltunnel, dem sogenannten Hydrocooler, werden die von den Produzenten angelieferten Kirschen innerhalb von 20 Minuten auf eine Kern-Temperatur von 4 Grad Celsius heruntergekühlt, um die Frische und eine längere Lagerfähigkeit zu garantieren. Nach einer Lagerdauer von mindestens ca. 4 Stunden kommen die Kirschen in die Sortierung.

An den Stilen zusammengewachsene Kirschen werden maschinell voneinander getrennt. Auf ihrem Weg über die schmalen Wasserbahnen passieren die Kirschen ein Qualitätslesesystem, das jede einzelne Kirsche auf Herz und Nieren prüft. Beschädigte, angestochene oder angefaulte Kirschen werden sowieso aussortiert. Das Qualitätslesesystem besteht aus sechs Linien mit jeweils drei Kameras, davon zwei Infrarot- und eine Farbkamera. Jede einzelne der rotierenden Kirschen wird in Sekundenbruchteilen über 60 Mal von allen Seiten fotografiert und analysiert. Am Ende der Reise verlassen die Kirschen verkaufsfertig verpackt die Sortieranlage. Verkauft werden die Kirschen fast zur Gänze auf dem italienischen Markt über den Großhandel, über Supermärkte und über den Einzelhandel. Mitte August wird die Ernte 2018 abgeschlossen sein.
 

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