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Erdbeeren aus dem Vinschgau

Ernte 2018: Gutes Wetter, gute Qualität

So steht es um die diesjährige Vinschger Erdbeerernte

Die Erdbeerernte im Martelltal läuft derzeit auf Hochtouren. Sie begann langsam Anfang Juni, erreichte im Juli einen Höhepunkt und wird bis Ende September nach und nach ausklingen.

Der Geschäftsfeldleiter Beeren der VI.P, Gerhard Eberhöfer, ist sichtlich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Erdbeerernte, die im Vinschgau bereits seit Anfang Juni läuft. "Bis Mitte Juli lief die Erdbeerenernte auch marktseitig hervorragend", sagt Eberhöfer. Vor allem im Juni war die Nachfrage größer als das Angebot, da gab es zu wenige Erdbeeren.

Erst Ende Juli gab es laut dem Geschäftsfeldleiter Beeren bei VI.P einen leichten Absatz-Einbruch zu spüren. Er spricht von natürlichen Schwankungen, die auch darauf zurückzuführen sind, dass für kurze Zeit mehr Angebot als Nachfrage vorhanden ist. Die Situation kann sich dann oftmals noch verschärfen, wenn starke Konkurrenz in der Obstabteilung vorhanden ist, in erster Linie Pfirsich und Nektarinen, Marillen, Melonen oder anderes Sommerobst. Erdbeeren sind Frischeprodukte mit geringer Haltbarkeit und müssen, einmal geerntet, so rasch wie möglich über den Verkaufstisch. Eberhöfer: "Dieser marktseitige Druck kann fast nur über den Preis oder Aktionen ausgeglichen werden", betont er. Nur ein kleiner Teil der geernteten Erdbeeren aus dem Vinschgau wird weiter verarbeitet zu Säften und - oft gemischt mit anderen Waldfrüchten - zu Marmelade und das auch nur für den lokalen Markt.
Gute Qualität

Über die Qualität der Früchte zeigt sich Eberhöfer zufrieden: "Die Qualität der heurigen Erdbeeren ist sehr gut. Die Größe und die Zuckerwerte der Früchte passen", sagt Eberhöfer. Grund dafür ist auch das gute Wetter. In diesem Jahr gab es keine außergewöhnlichen Witterungsereignisse, wie Frostnächte oder Hagel. Auch die Nächte waren bisher nicht extrem heiß. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius leidet nämlich die Qualität der Früchte: die Erdbeeren reifen schneller und bleiben kleiner und weniger süß.

Mittlerweile (Stand 18. Juni 2018) sind bereits 250 Tonnen Erdbeeren eingebracht. Das sind mehr als die Hälfte der maximalen Ernteschätzung für heuer von 450 Tonnen. Ein Vergleich dazu: Im Vorjahr betrug die geerntete Menge rund 320 Tonnen.Die Erdbeerernte beginnt langsam und die ersten Erdbeeren werden an lokale Detailgeschäfte geliefert. Erst nach und nach nimmt die Menge der Ernte zu und erreicht im Juli ihren Höhepunkt.

Wichtigster Markt ist Italien

Die VI.P vermarktet die Erdbeeren in erster Linie in Italien; beliefert werden sowohl die Großmärkte als auch der klassische Lebensmitteleinzelhandel. Nur ein bescheidener Anteil wird ins benachbarte Österreich verkauft. Andere Länder wie z.B. Deutschland spielen keine Rolle, da diese selbst ausreichend Erdbeeren produzieren. Bis Mitte August sind dann 95 Prozent der Erdbeeren abgezupft. In der letzten Phase, bis Ende September, reifen nur mehr kleinere Mengen, die in der Erdbeerwelt Trattla im Martelltal und den Detailgeschäften der Vinschger Obstgenossenschaften abgesetzt werden.

In Bezug auf den weiteren Verlauf der Ernte bleibt Eberhöfer zuversichtlich - sofern das Wetter mitspielt.
 

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