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Vom Feld bis zum Verbraucher

Derzeit wird der Blumenkohl auf Hochtouren geerntet

Der Vinschgau gehört zu den wichtigsten Produzenten von Sommerblumenkohl in Italien. Derzeit wird das weiße, schmackhafte Saisongemüse auf Hochtouren geerntet und am italienischen Markt verkauft.
 
Sommerlicher Zuerwerb

Wurden im Vorjahr über noch 3.000 Tonnen Blumenkohl geerntet, so rechnet Reinhard Ladurner, heuer mit einer deutlich höheren Menge. "Wir ernten seit Anfang Juni und haben gute Zuwächse, so dass wir dieses Jahr wohl rund 3.800 Tonnen Blumenkohl produzieren werden." Reinhard Ladurner ist Geschäftsfeldleiter für Gemüse im Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse VI.P und Geschäftsführer der Produktionsgenossenschaft Alpe in Laas. Produziert wird der Blumenkohl oder Karfiol vor allem im oberen Vinschgau von Laas bis hinauf nach Mals und in Langtaufers aber auch im Martelltal gibt es ein größeres Produktionsgebiet.

Tatsächlich stellt der Blumenkohl rund 95 Prozent der gesamten Gemüseproduktion im Vinschgau. Dennoch ist der Blumenkohl in erster Linie ein sommerlicher Zuerwerb für die Produzenten, die primär Obstbauern sind. Anders als etwa im Obstbau, sind die Investitionen für eine Blumenkohlanlage relativ gering, der Arbeitsaufwand ist aber auch hier beträchtlich und es erfordert Fleiß, um die entsprechende Qualität zu produzieren.

Verkaufsfertig vom Feld

Gepflanzt wird der Blumenkohl von Ende März bis Anfang Juli. "Normal bleibt er von der Pflanzung bis zur Ernte etwa zwischen 60 und 70 Tagen auf dem Feld, dann wird jedes Feld in der Regel zweimal in der Woche abgeerntet", sagt Obst- und Gemüsebauer Andreas Tappeiner aus Laas. Dabei werden jene Köpfe herausgeschnitten, die etwa handgroß sind. Kleinere Köpfe, die noch etwas wachsen müssen, werden mit ihren eigenen Blättern zugedeckt, um sie vor der Sonne zu schützen, damit sie nicht gelb werden und an Qualität einbüßen. "Wir ernten zeitig in der Früh, so ab fünf oder sechs Uhr morgens, da ist die Ware noch taufrisch", sagt Tappeiner. Er bringt den Blumenkohl zur Produktionsgenossenschaft Alpe in Laas, angeliefert wird Blumenkohl aber auch an die Produktionsgenossenschaft OVEG in Eyrs/Prad und an die Erzeugergenossenschaft Martell.
Qualität muss passen

Der Blumenkohl wird bereits am Feld verkaufsfertig in kleinen Kartonplateaus abgepackt. Bei der Anlieferung in der Genossenschaft erfolgt die Qualitätskontrolle. Jeder Karton wird mit einer Kontrollnummer versehen, aus der die Genossenschaft, der Produzent und das Anlieferungsdatum hervorgehen. Damit ist die Rückverfolgbarkeit garantiert, wenn Kunden etwas beanstanden sollten. "Der Blumenkohl sollte nicht zu groß sein, weil er dann anfällig für Druckstellen ist, auch sollte er nicht zu viel Umlaub haben und vor allem muss er eine schöne weiße Farbe haben, das ist das Qualitätsmerkmal Nummer eins", sagt Geschäftsfeldleiter Reinhard Ladurner. Er verweist auf die erfolgreiche Qualitätsstrategie für Blumenkohl, mit der sich der Vinschgau unter der Marke Val Venosta auf dem italienischen Markt einen Namen gemacht hat.

Position als Marktführer

Neben einer gleichbleibenden Qualität zählt die kontinuierliche Belieferung des Marktes zu den großen Herausforderungen beim Blumenkohl. "Wenn wir Anfang Juni mit der Ernte starten, müssen wir unseren Kunden garantieren, dass wir bis zum Saisonabschluss kontinuierlich Blumenkohl liefern und die entsprechenden Mengen zur Verfügung stellen können. Das ist oftmals beim Gemüse ein Problem, weil wir auch stark vom Wetter abhängig sind", erklärt Ladurner. Deshalb wird die Pflanzung des Blumenkohls, die mehr oder weniger im Wochentakt erfolgt, auch genau geplant.

In Spitzenzeiten kann der Blumenkohl auch in den Kühlzellen eingelagert werden, um günstigere Verkaufsfenster zu nutzen. In der Regel kommt er aber nach der Anlieferung durch die Produzenten gleich auf den Markt. Dabei wird der Blumenkohl zur Hälfte auf den italienischen Großmärkten zwischen Turin und Triest und zwischen Verona und Rom abgesetzt. Und zur anderen Hälfte wird der italienische Lebensmitteleinzelhandel beliefert. "Dort sind wir heute in allen großen Handelsketten präsent" sagt Ladurner. Ziel bleibt auch heuer wieder, die gesamte Ernte zu guten Preisen am Markt zu platzieren und die Position als Marktführer beim Sommerblumenkohl in Italien zu halten.
 

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